Zerynthia polyxena (Osterluzeifalter)

Denis & Schiffermüller, 1775
 

Text: Michael Frank, Fotos: Steffen Berstecher, Ernst Gubler, Wolfgang Macho, Manfred Dirr

Abbildung 1: Zerynthia polyxena, Foto: © Ernst Gubler
 

Der Osterluzeifalter unterscheidet sich vom seinem Verwandten (P. rumina) im westlichen Mittelmeergebiet durch das weitestgehende Fehlen der ausgeprägten roten Flecke auf den Vorderflügeln. Einzig ein oft sehr undeutlicher roter Fleck in R2 - R3 ist auch bei polyxena vorhanden. In den französischen Meeralpen überschneiden sich die Lebensräume der beiden Arten, die auf Grund ihrer Zeichnung aber recht einfach unterscheidbar sind.

Verbreitung
 

In Mittel- Süd- und Sürosteuropa, bis nach Westasien. Sein Verbreitungsgebiet reicht beginnend im Westen von Südostfrankreich über die Schweiz (Tessin), die italienischen Südalpen, Ostösterreich, Südpolen, Ungarn, und die Slowakei nach Griechenland, die Türkei und weiter bis nach Kasachstan im Osten. Als Lebensraum bevorzugt die Art offene, sonnige, teilweise recht trockene Habitate, mit nur spärlichem oder geringem Pflanzenwuchs und Vorkommen der Futterpflanzen. Gerne besiedelt der sehr standorttreue Falter aufgelassene Kulturflächen mit Terrassenbau und Weinberge sowie Schluchten und steile Hänge.

Flugzeit
 

Der Osterluzeifalter zu den ersten Schmetterlingen im Frühling und fliegt in einer Generation im Jahr von Ende März bis Anfang Juli. Die Puppe überwintert an Felsen, Steinen, an Baumrinde und an der Stängelbasis trockener Pflanzen.

Futterpflanzen der Raupen
 

Als Futterpflanze dienen je nach Verbreitungsgebiet Aristolochia clematitis, Aristolochia pallida und Aristolochia rotunda und Aristolochia pistolochia. Die Eiablage erfolgt einzeln oder in kleinen Haufen, fast immer an der Blattunterseite.  Da die Raupen sich gerne sonnen, kann man sie ab dem Ende der Flugzeit relativ leicht an den Blättern der Futterpflanzen entdecken.

Abbildung 2: Aristolochia pistolochia, Foto: Jean Tosti, Lizenz: GFDL
Abbildung 3: Aristolochia clematitis (Osterluzei), Quelle: Wikimedia, Lizenz: GFDL
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Entwicklungsstadien
 

Die nachfolgenden Bilder zeigen die verschiedenen Entwicklungsstadien des Osterluzeifalters. Zur Vergrößerung klicken Sie bitte einfach auf ein Bild.

Falter
 
Abbildung 4: Zerynthia polyxena, Foto: © Steffen Berstecher
Abbildung 5: Zerynthia polyxena, Foto: © Wolfgang Macho
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Puppen
 
Abbildungen 6 +7: Falls Sie über Fotos verfügen, klicken Sie bitte auf ein Suchbild. Danke!
 
 
Raupen
 
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Eier
 
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Präparate
 
Nominatart
 
Abbildung 13: Zerynthia polyxena ♂, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 14: Zerynthia polyxena ♂, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 15: Zerynthia polyxena ♀, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 16: Zerynthia polyxena ♀, Foto: © Manfred Dirr
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Unterarten
 
Abbildung 17: Zerynthia polyxena ssp. thesto ♂, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 18: Zerynthia polyxena ssp. thesto ♂, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 19: Zerynthia polyxena ssp. thesto ♀, Foto: © Manfred Dirr
Abbildung 20: Zerynthia polyxena ssp. thesto ♀, Foto: © Manfred Dirr
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Variationen
 

Der Osterluzeifalter bildet einige sehr interessante Variationen aus, von denen einige hier kurz beschrieben werden. Die in manchen Gegenden recht häufige f. ochracea fliegt im Süden Europas und unterscheidet sich durch die dunkle ockerfarbene Oberseite von der Nominatform. Die im Süden Frankreichs und Italiens fliegende f. cassandra unterscheidet sich durch eine wesentlich ausgeprägtere schwarze Zeichnung und das fast vollständige Fehlen des roten Flecks in R2 - R3.