Neozephyrus quercus (Blauer Eichenzipfelfalter)

Linnaeus, 1758
 

Text: Michael Frank, Fotos: Manfred Dirr, Dr. Steffen Schmidt, Mag. Christoph Wurzer, Peer Fischer, ua.

Abbildung 1: Neozephyrus quercus ♀, Foto: © Peer Fischer
 

Noch vor Kurzem galt der blaue Eichenzipfelfalter in manchen Gegenden als ausgesprochen seltene Art, und wurde gebietsweise sogar als stark gefährdet eingestuft. Neuere Forschungen ergaben allerdings, dass die Falter fast überall ziemlich häufig anzutreffen sind. Der Nachweis gelingt am ehesten an Hand der Eier im Winter.

Wie bereits angesprochen, sind die adulten Tiere auf Grund ihres bevorzugeten Lebensraumes nur sehr schwer zu beobachten. An besonders heißen Tagen jedoch suchen vor allem die Männchen gerne Pfützen auf Waldwegen und im Gelände auf. Selten kann man vereinzelte Tiere vor allem Vormittags beim Besuch von Disteln und Doldenblütlern beobachten. Wesentlich erfolgversprechender ist jedoch die winterliche Suche nach den Eiern und die anschließende Aufzucht der Raupen aus diesen. Die Weibchen legen die weißlichgrauen Eier bevorzugt an Zweigspitzen direkt besonnter Blütenknospen ab, von denen sie sich im blattlosen Zustand deutlich abheben, und mit ein wenig Übung leicht gefunden werden können.

Verbreitung
 

Dieser ausgesprochen schöne und verhältnismäßig große Bläuling zählt, obwohl er auf Grund seiner Lebensweise in den Baumkronen alter Eichen nur sehr selten beobachtet wird, zu den häufigsten Zipfelfaltern Europas. Er bevorzugt lichte Eichenwälder, Waldränder, und offenes Gelände mit einzeln stehenden Eichen.

Flugzeit
 

Die Art fliegt von Anfang Juni bis Ende September. In warmen Jahren kann man die Tiere bis in den Oktober hinein beobachten. Die Überwinterung findet bei dieser Art im Eistadium statt. Die Raupen schlüpfen erst im nächsten Frühjahr und fressen bis Anfang Juni bevor sie sich am Boden zwischen Streu oder Moosresten verpuppen. Die Puppe liegt frei am Boden.

Futterpflanzen der Raupen
 

Quercus robur (Stieleiche), Quercus petraea (Traubeneiche). Gelegentlich findet man die Raupen auch auf anderen bei uns eingebürgerten Weißeichenarten (Quercus spec.).

Abbildung 2: Quercus robur (Stieleiche), Foto: © Michael Frank
Abbildung 3: Quercus robur (Stieleiche), Foto: © Michael Frank
Abbildung 4: Quercus petraea (Traubeneiche), Foto: Falls Sie über ein Foto verfügen, klicken Sie bitte auf das Suchbild. Danke!
Abbildung 5: Quercus petraea (Traubeneiche), Foto: Falls Sie über ein Foto verfügen, klicken Sie bitte auf das Suchbild. Danke!
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Entwicklungsstadien
 

Die nachfolgenden Bilder zeigen die verschiedenen Entwicklungsstadien des Trauermantels. Zur Vergrößerung klicken Sie bitte einfach auf ein Bild.

Falter
 
Abbildungen 6 + 8: Neozephyrus quercus ♂, Foto: © Manfred Dirr
Abbildungen 7 + 9: Neozephyrus quercus ♂, Foto: © Feer Fischer
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Eier
 
Abbildung 10: Ei von Neozephyrus quercus, Foto: © Andreas raffelt
Abbildung 11: Ei von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
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Puppen
 

 

Abbildung 12: Puppe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
Abbildung 13: Puppe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
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Raupen
 
Abbildung 14: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
Abbildung 15: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
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Abbildung 16: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
Abbildung 17: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
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Abbildung 18: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Sigurd Geisel
Abbildung 19: Raupe von Neozephyrus quercus, Foto: © Dr. Steffen Schmidt
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Präparate
 
Abbildung 20 + 21: Neozephyrus quercus ♂, Foto: Falls Sie über ein Foto verfügen, klicken Sie bitte auf das Suchbild. Danke!
Abbildung 22 + 23: Neozephyrus quercus ♀, Foto: Falls Sie über ein Foto verfügen, klicken Sie bitte auf das Suchbild. Danke!
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